Weiteres zur Einstimmung auf die Critical Mass Kempten

Andrea Reidl schreibt im Fahrrad-Blog Velophil auf ZEIT-Online:

„Freitagabend, 20 Uhr, Hamburg Zentrum. Es ist der letzte Freitag im Monat, Zeit für “Critical Mass” in der Hansestadt: Jetzt gehört die Straße für ein paar Stunden den Radfahrern. Tut sie natürlich nicht, für mich fühlt es sich aber so an. Denn ich fahre mit Hunderten weiteren Velofahrern völlig unbehelligt über rote Ampeln oder durch Straßen und Tunnel, die sonst für Radfahrer gesperrt sind. Für Außenstehende sehen wir deshalb aus wie Demonstranten. Sind wir aber nicht, und das ist den Mitfahrern wichtig.

Critical Mass heißt übersetzt kritische Masse. Die ist erreicht, sobald 16 Radfahrer gemeinsam unterwegs sind. Dann dürfen sie zu zweit nebeneinander als Kolonne auf der Straße fahren, selbst wenn parallel ein Radweg verläuft. Die Anführer beachten die Verkehrsregeln, das Gefolge radelt hinterher – selbst wenn die Ampel auf rot springt. Das ist laut Straßenverkehrsordnung erlaubt und sogar gewollt, um den Verband nicht zu zerreißen. Grundlage ist Paragraf 27 StVO:
[Das lass ich jetzt mal aus. Die Regeln des § 27 der StVO sind schon oft genug erwähnt. Sie stehen z. B. auch auf der Rückseite des Flyers.]

[…]

Für viele Teilnehmer ist “Critical Mass” ein Happening. Aber eigentlich ist es bitter. Denn es zeigt, wie wenig im Bereich der Radverkehrsförderung passiert und dass der Bedarf seit Jahrzehnten besteht. Das ist in San Francisco ebenso der Fall wie in Hamburg und in vielen anderen deutschen Städten.

Wir sind viele, wir werden mehr und erwarten mehr Aufmerksamkeit

“Critical Mass” ist eine der wenigen Möglichkeiten, die Radfahrer überhaupt haben, um ihre Position zu zeigen. Und ihre Aussage ist deutlich: Wir sind viele, wir werden mehr und erwarten mehr Aufmerksamkeit …“

Den kompletten Beitrag könnt Ihr unter blog.zeit.de/fahrrad/2012/10/29/critical-mass-radler-rauf-auf-die-strase nachlesen.