Freitag ist es wieder soweit: Wir radeln für ein fahrradfreundliches Kempten

Critical Mass Kempten

Für eine fahrradfreundliche Stadt und ein rücksichtsvolles Miteinander im Straßenverkehr!

25. September 2015
18 Uhr
Hildegardplatz

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Straßen rückbauen

Die Verkehrsplaner in Kempten haben noch nicht verstanden, dass städtische  Mobilität nicht an ein steigendes Verkehrsaufkommen gebunden ist, und schon  gar nicht an motorisierten Individualverkehr. Im Gegenteil: Je besser der ÖPNV  ausgebaut ist, je mehr für Radfahrer und Fußgänger getan wird, je besser  verknüpft die verschiedenen Mobilitätsformen und -angebote sind, desto  mobiler werden die Einwohner einer Stadt – ohne dass der Verkehr zunimmt.  Denn die komplette urbane Infrastruktur passt sich umgehend an, eine Stadt der  kurzen Wege entsteht. Was bedeutet: Ihre Bewohner müssen gar nicht mehr so  viel und weit fahren, weil sie ihre Bedürfnisse in viel kleinerem Umkreis  befriedigen können.

Wird der motorisierte Verkehr durch andere Fortbewegungsarten ersetzt,  werden zudem in großem Maße Flächen frei, die für anderes genutzt werden  können. Parkplätze und vielspurige Straßen können verwandelt werden in  Gärten, Spielplätze, Cafés. Oder auf eine Nutzung warten, die erst noch  erfunden wird.

Um die Belastungen, die durch den motorisierten Verkehr entstehen, zu  verringern, hilft nur eines: Man muss die Anzahl der Fahrzeuge reduzieren,  indem man systematisch Straßen und Parkraum rückbaut,  Geschwindigkeitsbegrenzungen einführt und Gebühren nach dem  Verursacherprinzip eintreibt. Wer unbedingt mit dem Auto in die Stadt fahren  oder dort eins halten will, muss dafür zahlen. Die erwirtschafteten Mittel  könnten in den Ausbau des ÖPNV sowie des Fuß- und Radwegenetzes fließen, in  Grünanlagen, in Projekte, die alternative Transportmöglichkeiten für
Personen und Güter erproben.

Kempten hat großes Potenzial, fahrradfreundlich zu werden – aber nicht  die Politiker, die es braucht, dieses Potenzial zu wecken, zu erschließen und  zu fördern.

[Quelle: „Berlin,  der Ankündigungsweltmeister“ von Bettina Hartz in ZEIT ONLINE]

Warum Kempten fahrradfreundlich werden soll

Auto – Fahrrad – Bus

Auto – Fahrrad – Bus

Auto – Fahrrad – Bus

Platz für Verkehrsmittel von 72 Menschen
Foto: Planungsamt, Stadt Münster

Gute Bedingungen für Radfahrer = hohe urbane Lebensqualität!
Starker Autoverkehr = unattraktive Stadt!

Radeln bedeutet urbane Lebensqualität

Eine Stadt, die auf das Fahrrad setzt, steigert die Lebensqualität ihrer Bewohner immens.

Mehr Fahrrad = mehr Stadtqualität

Mehr Fahrrad = mehr Stadtqualität
Foto: Jorge Royan / Wikimedia Commons

Radfahren hat Stil, ist gesund, klimafreundlich und die schnellste Möglichkeit, sich in der Stadt fortzubewegen.

Ganz nach dem Motto: „Kempten ist schön – beim Radeln noch schöner!“